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Literarischer Abend 2018 Autor: Markus M. Jung
Bearbeitet: 31.10.2018 durch HN
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Gazette Nr. 142






'->Anmeldung Literarischer Abend 2018'
Anmeldetermin vorbei, doch wir haben noch Plätze: Tel. 079 610 69 16. Auch wird die Abendkasse geöffnet sein


  • Unsere Autoren:

    • Aus der Nordschweiz: Daniela Dill
      Wer am Literarischen Abend 2017 dabei war, wird sich daran erinnern, dass dort mit dem Emmentaler Hans Jürg Zingg (Jahrgang 1944) der nach seinen eigenen Worten „älteste Schweizer Slampoet“ auftrat. Dieses Jahr haben wir eine Vertreterin dieses Genres aus der jüngeren Generation zu Gast, die auch wieder aus unserer Region stammt: die Baselbieter Slam-Poetin Daniela Dill. Sie ist 1982 in Liestal geboren, in Lausen aufgewachsen und lebt in Basel. Sie studierte an der hiesigen Universität deutsche und französische Literaturwissenschaften. Anschliessend arbeitete sie bis 2016 im Dichter- und Stadtmuseum Liestal und spielte von 2004 bis 2007 beim Jungen Theater Aarau. Seit 2007 ist sie als Spoken-Word-Künstlerin unterwegs und als Kulturveranstalterin und Texterin tätig. Ihre Texte sind in diversen Anthologien erschienen, 2012 wurde das Buch „Herz Rhythmus Störungen“ (Edition Baes) veröffentlicht. 2010 erhielt Daniela Dill den Kulturförderpreis des Kantons Baselland und 2017 ein Literaturstipendium in Paris (Atelier Mondial). Aktuell ist sie am Aufbau des Jungen Basler Schreibhauses WORTSTELLWERK beteiligt. http://www.danieladill.ch


    • Aus dem Elsass: Albert Strickler
      Albert Strickler wurde 1955 in Sessenheim nördlich von Strassburg geboren, wo sich der junge Goethe untersterblich in die Pfarrerstochter Frederike Brion verliebt hatte. Dieses literarische „Erbe“ mag ihn dazu inspiriert haben, selber Schriftsteller und Dichter zu werden, allerdings nicht in der Sprache Goethes, sondern in derjenigen Voltaires. Seit 35 Jahren hat er in dieser Sprache über 40 Bücher veröffentlicht, in den letzten Jahren in seinem eigenen Verlag „Editions du Tourneciel“, benannt nach einem seiner Bücher aus dem Jahre 2005. Dessen Sitz liegt in La Vancelle, wo Strickler auch wohnt, einem kleinen Dorf unweit von Sélestat am Eingang zu den Vogesen, genau auf dem „Landgraben“, der Grenze zwischen dem Ober- und Unterelsass, auf der Seite des letzteren. Der Verlag veröffentlicht nicht nur die eigenen Werke seines Gründers, sondern auch solche anderer Autoren wie etwa Pierre Kretz („Ich ben a beesi frau/ je suis une méchante femme“), mit Zeichnungen der Ilustratorin Dan Steffan,oderJean-Christophe Meyer („Liechtunge/Clairières“), mit dem zusammen Strickler letztes Jahr den von Delphine Gutron illustrierten Gedichtband über Québec „Dans la paume d’une feuille d’érable“ verfasste. Zusammen mit Dan Steffan veröffentlichte er 2014 den Band „Les Sublimes d’Alsace, Eloge des femmes cépages“, in welchem er jede Elsässer Weinsorte poetisch mit einem Typ Frau verbindet. Albert Strickler führt ausserdem seit vielen Jahren ein Tagebuch, das diesen Namen vollauf verdient, da er es diszipliniert jeden Tag nachführt und von Zeit zu Zeit als „Journal perpétuel“ veröffentlicht. Auch wenn er bis jetzt nie einen Text auf Elsässisch publizierte, heisst das nicht, dass er seine Muttersprache vergessen hat. Er hat in ihr immer wieder Gedichte geschrieben, von welchen eines auf dem Dichterweg von Blienschwiller zu sehen ist, und hat auch einige Werke, darunter eine ganze Oper, auf Elsässischübersetzt. AmLiterarischen Abend wird er neben wenigen französischen Einlagen ausschliesslich Ge- dichte in seiner Mundart vortragen; wir kommen also in den exklusiven Genuss unveröffentlichter Werke! http://www.editionsdutourneciel.fr


    • Aus dem Badischen: Stefan Pflaum

      “Ah, Sie sind der mit der Mundart!“,
      het mi einer im Fernsehstudio begrüsst.
      .... mit eme Unterton, als käm i grad
      uss de Klappsmühli
      oder ussem G’fängnis.
      Stefan Pflaum: „quer denkt“

      Stefan Plaum, unser diesjähriger Interpret aus dem Badischen, ist den Elsass-Freunden wohlbekannt. Bereits 2013 war er Gast des Literarischen Abends, über seine Festansprache am Hebelschoppen 2017 in Hertingen konnten Sie in der Gazette Nr. 139 lesen und ein Teil seiner Bücher wurde in der Gazette bespro- chen.
      Er kam 1943 in München zur Welt, ist in Lahr in der Ortenau aufgewachsen und lebt heute in Schallstadt. Bis 2008 arbeitete er als Fachleiter am Sprachkolleg für ausländische Studierende in Freiburg. Sprachen, andere Kulturen und Musik gehören zu seinen Interessengebieten, das spiegelt sich auch in seinen Büchern.
      Das Vorwort zu seinem Buch „Wo isch d Sproch?“ zeigt seine Liebe zum Dialekt, wenn er schreibt: „Ich gehe davon aus, dass auch andere, nicht alemannischsprachige Menschen meinem Dialekt Sympathie entgegenbringen, unabhängig davon, ob sie ihn gut, nur teilweise oder gar nicht verstehen – Dialekt ist ja in vieler Hinsicht einfach nur Musik.
      Die Hochachtung und der Respekt vor der eigenen und der anderen Mundart ist ein Stück gelebter Toleranz. Somit bedeutet Pflege der Mundart auch ein Stück Pflege von Mitmenschlichkeit. Dafür lohnt es sich allemal, Mundart zu pflegen.“
      Stefan Pflaum schreibt auf Hochdeutsch und in alemannischer Mundart. Bei seinen Auftritten und Lesungen bietet er seinen Zuhörern Gedichte und Geschichten, die sprachlich bestechen und dabei ein Feuerwerk an Phantasie versprühen, dass man sich wünscht, man könne die Zeit anhalten und immer weiter zuhören. Als besondere Zu-
      gabe singt er auch eigene Lieder und begleitet sich dabei auf dem Akkordeon.
      2008 wurde Stefan Pflaum mit dem Regio-Preis Europäische Kulturstiftung ausgezeichnet und erhielt 2011 die Hebel-Medaille der Muettersproch-Gruppe Singen. Er ist Autor mehrerer Bücher, verfasst Artikel zu kulturellen Themen und schreibt regelmässig Glossen im „Dreisamtäler“. http://stefan-pflaum.net


  • Während der Pause können Sie sich von Conny und Urs Rinklin vom „ Wyyguet Rinklin z Rieche im Schlipf“ mit einem Apéro verwöhnen lassen. Zudem haben Sie Gelegenheit zum persönlichen Kontakt mit den Interpreten, deren Bücher und CDs zum Verkauf aufliegen.
    Bitte melden Sie sich möglichst rasch an, auch Freunde und Bekannte sind herzlich willkommen. Für Kurzentschlossene gibt es eine Abendkasse; wir möchten Sie jedoch bitten, das Eintrittsgeld möglichst im angegebenen Betrag bereit zu halten.

    Ein spannender und unterhaltsamer Abend erwartet Sie,
    Wir freuen uns, Sie am Donnerstag, 15. November 2018, begrüssen zu dürfen.
    Weistere Informationen finden Sie wie immer in unserer Gazette Nr. 142


Zumpftsaal Schmiedenhof, Basel

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