Aktuell   Agenda   Wir über uns   Aktivitäten   Dokumente   Bilder   Bestellungen   Links   SiteInfo   Sprache: deutsch
Ausflug nach Ste-Marie-aux-Mines Autor: Werner Gallusser, Da
Bearbeitet: 15.04.2015 durch HN
0913
Ausschreibung

==1==>media2/.sainte-marie-aux-mines.jpg<==
  • Datum: Freitag, 20. September 2013
  • Besammlung / Abfahrt: 08.15h / Abfahrt pünktlich um 08.30 h
  • Treffpunkt: Busparkplatz Meret Oppenheimstrasse Basel
  • Rückkehr: ca. 17.30 h Meret Oppenheimstrasse Basel
  • Teilnehmerzahl: 35 50 Personen
  • Reiseleitung: Werner Galusser und Daniel Braun
  • Kosten:CHF 86, € 68
  • Anmeldefrist: Donnerstag, 29. August 2013



'-> Anmeldung Ausflug Saint-Marie-aux-Mines'
Anmeldefrist: Donnerstag 29. August 2013



Das Wappen verrät die ganze Besonderheit von Sainte-Marie-aux-Mines: das Minensignet in der Mitte für die ehemalige Bergbaustadt, links (mit den drei Schildern) das Wappen derer von Ribeaupierre, rechts jenes von Lothringen; denn der Leberbach (Liepvrette) teilte das Territorium von Sainte-Marie-aux-Mines in die Herrschaft des Herzogtums Lothringen auf der linken Seite, und auf der rechten in jene der Herren von Ribeaupierre. Die lo-thringische Seite war franzö-sichsprachig und katholisch, die Elsässerseite sprach deutsch und nahm die protestantische Konfes-sion an. Diese Aufteilung blieb bis zur französichen Revolution erhalten.
Der Mineralreichtum um Markirch herum führte seit dem späten Mittel-alter zur Entwicklung des Bergbaus.
Bergleute, die in verschiedenen "Knappschaften" (confrérie des mi-neurs) organisiert waren, erschlossen in zahlreichen Bergwerken die Bodenschätze wie Silber, Kupfer, Blei, Kobalt, Nickel und Arsen bis ins 18. Jh., vereinzelt auch noch später.

In Zahlen:

1550: 3'000 Mineure in 92 Stollen - Kupfer, Silber, Blei
1581: Fund eines 592 kg schweren Silberblocks
1740: 500 Mineure - Kupfer, Blei
1785: 150 Mineure in 30 Stollen
1824: 30 Mineure - vor allem
Arsen

Auf den Niedergang des Bergbaus im 18. Jh. folgte die Textilindustrie. 1740 wurde die erste Indiennefabrik eröffnet, 1755 die Baumwollweberei des Mühlhausers J.G. Reber. Mit der Fabrikation von Baumwolle feinster Qualität begann ab 1825 eine eigentliche Blütezeit der ein-heimischen Textilindustrie inkl. Wolle- und Seidenverarbeitung. Gegen 1840 erlangten diese "Articles
de Sainte-Marie-aux-Mines" eine weltwirtschaftliche Bedeutung. De-ren Produktion beschäftigte vor 1870 25'000 Personen. Danach kam es zum Rückgang der Textilbranche und zu einer allmählichen Brei-tenentwicklung wirtschaftlicher Akti-vitäten, vor allem die Verbindung mit einem modernen, nachhaltigen Tou-rismus. 1962 bringt die Gründung der "Amis des Anciens Mineurs" international beachtete Ausstellun-gen und Mineralienbörsen ins Le-bertal, und 1972 die Eröffnung des sehenswerten "Espace Musées en Val d' Argent".
Dies alles soll unser Besuch in Markirch zeigen. Nach der Ankunft an der Place Keufer in der Ortsmitte wird uns ein Kaffeehalt mit Croissant für den ersten Rundgang stärken.

Aus der baulichen Vielfalt dieser Stadt werden wir einige Musterbeispiele in ihrem kulturellen Zusammenhang kennenlernen (z.T. Dinge, welche unser Stadtführer WG schon früh durch seine Markircher Grosseltern erfahren hatte).

Nach einem gepflegten Mittagessen in der "Auberge des Bagenelles" hoch über Markirch, besuchen wir die "Espace Musées", die uns einen vorzüglichen Einblick in den Bergbau des Lebertals und dessen Textilindustrie vermitteln.

Die Heimfahrt ab Fedrupt führt auf der D416 über waldreiche Höhen vorbei an der Burg Ribeaupierre
nach Ribeauvillé, zurück nach Basel.

Im Preis sind enthalten:
  • Kaffee und Gipfeli
  • Mittagessen, Mineralwasser, Tasse Kaffee
  • Busfahrt
  • Eintritte, Führungen und Tringelder
  • Organisation
  • Wer ein vegetarisches Essen wünscht, möge dies auf der Anmeldekarte oder dem elektronischen Anmeldeformular angeben.
© Copyright by Kulturverein Elsass-Freunde Basel and NeLe™ New Learning, Hugo Neuhaus-Gétaz. All rights reserved.
powered by NeLe Content Management System