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Lapoutroie, le Kébespré und le Chitelet Autor: D. Braun & P. Obrist
Bearbeitet: 18.01.2016 durch HN
0614
Ausschreibung

von Daniel Braun und Peter Obrist

Datum: Freitag, 27. Juni 2014
Besammlung: 08.00 Uhr, Abfahrt pünktlich 08.15 Uhr
Treffpunkt: Bushalt Meret Oppenheim-Strasse, Basel
Rückkehr: ca. 18.00 Uhr
Kaffeehalt: Kaysersberg
Mittagessen: Bergrestaurant Kébespré
Nachmittag: Besuch Alpengarten "le Chitelet"
Verantwortlich: Peter Obrist, Daniel Braun
Teilnehmerzahl: 50 Personen
Kosten: 85 CHF oder 69 Euro


'-> Anmeldung JUNI-Ausflug in die Vogesen'
Anmeldeschluss: Freitag, 6. Juni 2014



Auberge de montagne Kébespré



Die Elsass-Freunde auf (sprachlichen) Abwegen

Im Juni, kurz vor den Basler Sommerferien, wollen wir einen schönen Tag geniessen in einer wunderbaren ländlichen Region, wo wir noch selten zu Gast waren. Sofern das Wetter mitspielt, werden wir schönste Aussichten in den Vogesen erleben, aber auch "Natur pur" bewundern. Die Reise ist etwas länger als üblich, aber es lohnt sich! Nun aber der Reihe nach:

Unser erstes Ziel ist das Vogesendorf Lapoutroie. Unterwegs gibt es natürlich einen Kaffeehalt mit Croissant (Kaysersberg), damit wir auf das Kommende gut gerüstet sind.

Lapoutroie ist eine Ort-schaft mit knapp 2‘000 Einwohnern am Fuss der Route des Crètes. Sein deutscher (aber kaum verwendeter) Name ist Schniernach, im Patois war es La Peutraille. Nebst Lapoutroie zählen zum gleichnamigen Canton die Dörfer Labaroche, Fréland, le Bonhomme und Orbey,
die alle zum Arrondissement Ribeauvillé gehören. Das Besondere dieses Cantons: in dieser Gegend hat man immer französisch gesprochen – selbst zu den Zeiten Kaiser Wilhelms. Ein sehr spezielles Französisch allerdings: „le Welche“, auch „ le Vosgien“ genannt, ein sogenanntes Patois, das nur hier vorkommt, ausserhalb dieses Gebietes kaum verstanden wird und wie viele andere Dialekte vom Aussterben bedroht ist.

Mitten im Dorf steht das „Musée de l’eau de vie“, das in einem alten Postgebäude aus dem 18. Jahrhundert von René Miscault, einem geistreichen Experten von geistreichen Wässern, vor mehr als vierzig Jahren eingerichtet worden ist.

Zu sehen sind die verschiedenen Stufen der Fabrikation einheimischer Schnäpse. Und davon gibt es nicht wenige. Alle handwerklichen Tätigkeiten zur Herstellung eines Obstschnapses mit Geräten von früher werden uns bei einer Führung erklärt: Destillierapparat, Pressen, Tragfass, Sirupkocher, Verkorker, Alkoholmeter etc. Zu bewundern - und zu kaufen - gibt es die unterschiedlichsten Artikel rund um dieses Thema: alte Plakate (Picasso, Van Gogh, Gauguin), Fässer, Gläser, Karaffen und unzählige hochprozentige Spezialitäten. Besonders bemerkenswert ist eine umfassende Flaschensammlung (300 Liqueurflaschen um 1950), sowie Gläser in allen Varianten. Natürlich können wir verschiedene Spezialitäten (Eau de Vie, Liqueurs, Crèmes etc.) auch de-gustieren, allen voran den berühmt-berüchtigten Absinthe.

Fröhlich und beschwingt fahren wir danach zum Mittagessen ins Bergrestaurant "Kébespré", das uns hoch über Lapoutroie erwartet.

Die Fahrt dorthin ist zwar kurz, sie verlangt aber unserem Chauffeur alles ab. 700 m über dem Dorf in einer Waldlichtung gelegen empfängt uns ein umgebautes Bauernhaus mit heimeliger Elsässer Ambiance. Der Name "Kébespré" ist dem „Welche“ entnommen und bedeutet: Quel bel pré (was für eine schöne Wiese). Nach einem anregenden Apéro mit Kir wird das Elsässische Nationalgericht aufgetischt, ein Baeckeofe. Nach Dessert und Café müssen wir dieses kleine Paradies leider schon wieder verlassen, denn der Jardin d’Altitude du Haut Chitelet wartet auf uns.

Wir fahren via Orbey Richtung "Route des Crètes" zu diesem einmaligen Alpengarten. Eröffnet wurde er 1970 durch die Universität Nancy, als Teil des Conservatoire et Jardins botaniques de Nancy. Auf einem Gelände von 1,5 ha, in der Höhe von 1'228 m.ü.M. sind Bergpflanzen aus verschiedenen Bergregionen zu bestaunen. Nicht nur die Flora aus dem Gebiet der Alpen, des Jura und der Pyrenäen wird hier kultiviert, auch andere Bergregionen sind vertreten (Nordamerika, Karpaten, Balkan, Kaukasus, Asien).

Ein ausgewählter Platz ist für die Flora der Hochvogesen reserviert, eingebettet in Nischen, Felsrändern, Bergwald und Torfmooren.

Nach all diesen Eindrücken, Geschmäcken, Genüssen und Erlebnissen lehnen wir uns im Bus zurück und überlassen die ganze Verantwortung unserem bewährten Fahrer, der uns auf der Route des Crètes via Guebwiller nach Basel zurückbringt, wo wir um etwa 18 Uhr am Abfahrtsort eintreffen sollten.


Im Preis inbegriffen sind:
Busfahrt, Organisation, Trinkgelder
Kaffee mit Gipfeli
Eintritt Musée de l' eau de vie, inkl. Degustation
Mittagessen, Mineral, Café
Besuch "Le Chitelet"


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